

Gruppenpsychotherapie
Gruppenpsychotherapie bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen neue Verhaltensweisen zu erproben, soziale Erfahrungen zu sammeln, Selbstwirksamkeit und Steuerungsfähigkeit zu erleben. Freude und soziales Lernen stehen hier im Vordergrund und bieten für die Teilnehmer eine psychisch stabilisierende Größe. Gruppenpsychotherapie wird in Kombination mit Einzeltherapie angewandt. Die Interventionen erfolgen ausschließlich in deutscher Sprache und im Rahmen der gesetzlichen krankenkassenärztlichen Versorgung.
1. Gruppenpsychotherapie für AD(H)S – „Die Avengers-Gruppen“
Altersgruppe: 6. bis 16. Lebensjahr
Zielgruppe: Diese Gruppen richten sich an Kinder und Jugendliche mit Schwierigkeiten in Aufmerksamkeit, Impulskontrolle, Emotionskontrolle und sozialem Verhalten. Die Gruppen sind altersdifferenziert aufgebaut.
Behandlungsgrund:
– Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) vorwiegend unaufmerksamer, hyperaktiv-impulsiver oder kombinierter Typ
– Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) ohne ausgeprägte Hyperaktivität
– Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellen Verhaltensauffälligkeiten (HKSS)
Therapeutisches Vorgehen: Die Gruppeninterventionen sind verhaltenstherapeutisch, erlebnisorientiert und motivationsgeleitet ausgerichtet. Auf Grundlage aktueller manualisierter Verfahren der Verhaltenstherapie und ergänzender psychodynamischer Elemente werden u. a. Selbstinstruktion, Impulskontrolle, Regelakzeptanz, Kooperation und Konfliktverhalten bearbeitet.
Ziel ist die Verbesserung von Selbststeuerung, Aufmerksamkeit und Handlungsplanung, der Aufbau sozialer Kompetenzen sowie die Förderung von Freude, Selbstwirksamkeit und positiver Gruppenerfahrung.
Ergänzend finden Elternabende zur Psychoedukation, Training, formloser Austausch und Transferförderung statt (u. a. online).
2. Gruppenpsychotherapie für Angststörungen – „Die Vision-Gruppe“
Altersgruppe: 14. bis 18. Lebensjahr
Zielgruppe: Diese Gruppe richtet sich an Jugendliche mit Angststörungen, die sich in sozialen Situationen, Leistungskontexten oder im Alltag durch ausgeprägte Vermeidung, starke Anspannung und Sorgen eingeschränkt erleben.
Behandlungsgrund:
– Soziale Angststörung
– Spezifische Phobien
– Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie
– Trennungsangststörung im Jugendalter
– Generalisierte Angststörung
Therapeutisches Vorgehen: Die Gruppenbehandlung ist kognitiv-verhaltenstherapeutisch, manualorientiert und entwicklungsadäquat aufgebaut.
Die Gruppe bietet einen geschützten Rahmen zur Auseinandersetzung mit angstbezogenen Gedanken und neuer Bewältigungsstrategien. Ziel ist die Reduktion von Angst, der Abbau von Vermeidung, der Aufbau von Selbstwirksamkeit und die Stärkung sozialer Teilhabe.
4. Kontakt & Anmeldung
Alle Gruppen sind offene Gruppen, daher kann ein Einstieg immer möglich sein!
Bei Interesse an einem Gruppenplatz oder zur Klärung der Teilnahmevoraussetzungen nehmen Sie gerne Kontakt auf!
Im Rahmen der Sprechstunde ist eine unverbindliche Probeteilnahme ohne Antrag möglich.
