
Ambulante Psychotherapie in Gefahr!
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Nach den bereits erfolgten Honorarkürzungen folgt nun offenbar der nächste Schritt:
Leistungen sollen künftig stärker budgetiert und begrenzt werden.
Die KBV spricht inzwischen offen von einem „einnahmenorientierten Leistungsangebot“ –
also Behandlung nach Budget statt nach tatsächlichem Bedarf.
Das wird bedeuten:
- deutlich längere Wartezeiten,
- eine faktische Einschränkung der freien Therapeut:innenwahl,
- deutlich weniger verfügbare Therapieplätze,
- wirtschaftliche Notlagen vieler Praxen, u. a. auch Praxischließungen.
- und eine zunehmende Zwei-Klassen-Versorgung psychischer Erkrankungen.
Laut KV Berlin denkt bereits fast jede zweite Praxis über eine frühere Schließung nach!
Und für uns Therapeut:innen stellt sich irgendwann nicht mehr nur die Frage:
„Bin ich fachlich der richtige Therapeut für diesen Menschen?“
sondern:
„Kann ich es mir wirtschaftlich überhaupt noch leisten, diesen Menschen zu behandeln?“
Psychotherapie ist keine Luxusleistung!
Psychische Erkrankungen verursachen Leiden und wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgekosten.
Wer an psychischer Gesundheit spart, spart nicht nachhaltig –
sondern verschiebt die Kosten nur in die Zukunft!
Deshalb unterstütze ich die aktuellen Initiativen und das Aktionsbündnis Psychotherapie zur Sicherung der ambulanten Versorgung – auch meiner ambulanten Versorgung von gesetzliche versicherten Patient:Innen.
Aufgrund dieser aktuellen Entwicklungen sehe auch ich mich genötigt, meinen Praxisbetrieb neu aufzustellen.
Weitere Informationen & Petition:
- Aktionsbündnis Psychotherapie
- Bundestagspetition zur Sicherstellung der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung
Quellenverweise:
